Mittwoch, 3. Dezember 2008

Zimmer mit Aussicht

Zur Zeit sitze ich regelmäßig einige Stunden lang an meinem häuslichen Schreibtisch. Schaue ich links am Computer-Monitor vorbei aus dem Fenster, fällt mir zur einen Hälfte der Himmel ins Auge. Die andere Hälfte bildet ein Wohn- und Park-Komplex, der zu einem großen Krankenhaus gehört. Ich wohne gerne hier obwohl ich seit einigen Jahren von meinem Schreibtisch-Fenster aus immer wieder denselben regungslosen Nachbarn beobachten muß. Auch er sieht aus dem Fenster – stundenlang. Unsere Blicke begegnen sich dabei nie. Dafür bin ich ihm dankbar. Er zieht es vor, den Menschen auf der Straße zuzuschauen: in der Regel sehr lebendigen Schulkindern oder eiligen Falschparkern. Die beiden übrigen Jalousien seines Zimmers bleiben dabei meistens zugezogen, auch tagsüber. Nur in dem Teil des Fensters, von dem aus dieser bemerkenswert schlanke Voyeur auf die Straße sieht, ist der Sichtschutz viele Stunden lang geöffnet. So als sollte es niemandem verborgen bleiben, dass er dort tagein tagaus steht und zusieht, wie das Leben sich durch die verkehrsberuhigte Zone drängelt. Richtig lustig ist das nicht mehr, auch wenn die weißen Kerzen, die ebenfalls an diesem Fenster stehen, auf komische Weise feierlich wirken.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Pamelo Mounk'a - L'argent Appelle L'argent

Ein toller Song, hier leider in sehr schlechter Klangqualität. Holt Euch die CD!


Samstag, 29. November 2008

King Sunny Adé - Ja Funmi

Der WDR hat einst den „Rockpalast" erfunden und der „Rockpalast" die „Rockpalast-Nacht". Sie fand meistens in der Essener Grugahalle statt. Einmal unter anderm mit King Sunny Adé. Für mich damals eine unvergessliche Nacht vor dem Fernseher, Radio und Tonbandgerät. Das fiel mir gerade ein, als ich hörte, dass die Grugahalle in diesem Jahr 50 wird oder geworden ist.

Donnerstag, 20. November 2008

Come On Board!

...ich mag Piraten!


Dienstag, 18. November 2008

„…durch tausend Schlingen und Bande…“

„Vorgestern hörte ich […] den Engelsgesang des Miserere zum erstenmal in der Sixtinischen Kapelle; das entzücken[d]ste[,] was ein menschlich Wesen durchschauern kann, die reinste Harmonie, die durch tausend Schlingen und Bande von bittern und herblich süßen Tönen nach ewig frischer unsterblicher Existenz seufzt.“
(Wilhelm Heinse an F. H. Jacobi, 16. März 1782)

Sonntag, 16. November 2008

„…das hältste im Kopf nich aus!"

„Anwendung aller Kräfte“

„Alles Räsonnement […] ist einseitig und gewährt dem Geist und dem Herzen keine weitere Tätigkeit, als die der einfachen Verneinung oder Bejahung. Alles Tatsächliche und Gegenständliche dagegen (und hierher gehören die sog. Naturlaute, in denen sich das Innerste eines Zustandes oder einer menschlichen Persönlichkeit offenbart) ist unendlich und eröffnet Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden für [die] Anwendung aller Kräfte den weitesten Kreis.“

(Friedrich Hebbel, Tagebücher, München 1984, Bd.1, S. 172)

Mittwoch, 5. November 2008