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Sonntag, 20. Juli 2008

Erschöpfung

„Alle Kräfte ins Spiel bringen, die Anlage erschöpfen. Nichts darf Reservat und unbewegt bleiben. Man lebt nur einmal. Erst wo die Dinge sich erschöpfen, beginnt die Wirklichkeit.“

Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, Zürich 1992, S. 209

Dienstag, 11. März 2008

Wortketten

„Die Schönheit geschwungener Wortketten dominiert; aber sie peitschen ein Nichts. Nur unser Wille, Distanz zu errichten, wird neu und beachtenswert sein.“
Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, Zürich 1992, S. 159

Donnerstag, 6. März 2008

Die Kaserne in ihrer metaphysischen Potenz

"Kant, das ist der Erzfeind, auf den alles zurückgeht. Mit seiner Erkenntnistheorie hat er alle Gegenstände der sichtbaren Welt dem Verstande und der Beherrschung ausgeliefert. Er hat die preußische Staatsraison zur Vernunft erhoben und zum kategorischen Imperativ, dem sich alles zu unterwerfen hat. Seine oberste Maxime lautet: Raison muß a priori angenommen werden; daran ist nicht zu rütteln. Das ist die Kaserne in ihrer metaphysischen Potenz."

(Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, Zürich 1992, S. 21)

Leichte Verrücktheit

"Ich bemerke, daß ich einer leichten Verrücktheit verfalle, die meiner grenzenlosen Liebe zum Anderssein entspringt."
(Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, Zürich 1992, S. 56)