„In den unverhüllt hervortretenden Abneigungen und Abstoßungen gegen nahestehende Fremde können wir den Ausdruck einer Selbstliebe, eines Narzißmus, erkennen, der seine Selbstbehauptung anstrebt und sich so benimmt, als ob das Vorkommen einer Abweichung von seinen individuellen Ausbildungen eine Kritik derselben und eine Aufforderung, sie umzugestalten, mit sich brächte. Warum sich eine so große Empfindlichkeit gerade auf diese Einzelheiten der Differenzierung geworfen haben sollte, wissen wir nicht; es ist aber unverkennbar, daß sich in diesem Verhalten der Menschen eine Haßbereitschaft, eine Aggressivität kundgibt, deren Herkunft unbekannt ist, und der man einen elementaren Charakter zusprechen möchte.“
Samstag, 7. Juni 2008
Schlechte Nachrichten
Mittwoch, 4. Juni 2008
Nachgeben
Dienstag, 20. Mai 2008
Found A Cure
YouTube hat auf mich eine ähnliche Wirkung wie Alkohol. Denn YouTube verschafft mir zum Beispiel genau jenes leicht sentimentalische Wohlbehagen, dass bei geselligen Gelagen gelegentlich wehmütige Rückblicke auf längst vergangene und wahrscheinlich sehr goldene Zeiten hervorrufen. Und nicht nur das. Ich bekomme von beiden Dingen selten genug. Und dem exzessiven Genuß des einen oder des anderen folgen in der Regel auch noch sehr unangenehme Gewissens-Nöte und Scham-Attacken. Angenehm ist jedoch, dass man die Resultate einzelner Übel durch den Genuß des jeweils anderen erfolgreich mildern kann. Der sentimentalische Schauer, den mir die Versenkung in Videoclips von Ashford & Simpson und Diana Ross vorgestern einflössten, führte jedenfalls zu einer spontanen Heilung von moralischen Katersymptomen jeglicher Art.
Ashford & Simpson, Found A Cure (1979)
Diana Ross & Michael Jackson, Upside Down (1980)
Sonntag, 18. Mai 2008
Herr des süßen Hauches
„Das Volk aber hatte, hörte Joseph, einen anderen Namen für ihn, einen zarten und zärtlichen. ‚Neb-nef-nezem‘ hieß es ihn, ‚Herr des süßen Hauches‘ - es war nicht mit Bestimmtheit zu sagen, warum. Vielleicht weil bekannt war, daß er die Blumen liebte seines Gartens und gern sein Näschen in ihrem Duft begrub.“
Donnerstag, 15. Mai 2008
Dienstag, 11. März 2008
Wortketten
Sonntag, 9. März 2008
Kannst Du es fühlen?
In zwei Wochen ist Larry Heard hier in der Nähe. Er spielt an einem Samstag in Amsterdam und hätte am Freitag davor noch einen Abend Zeit, wie ich gehört habe. Leider gibt es wohl niemanden, den das wirkich interessiert. Larry Heard hat also am Freitag in zwei Wochen frei und es ist sehr schade, dass es kein Booking für ihn gibt. Denn Larry Heard hat nicht nur vor etwas mehr als zwanzig Jahren den schönsten und berühmtesten Housetrack überhaupt aufgenommen. Er hat mit dem Songtitel auch noch das Motto für zwei Dekaden Discosubkultur formuliert. Der elementare Gedächtnisverlust dieses ganzen Zirkusses kann einen schon zur Verzweiflung bringen.
